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VERSCHIEDENES


Klawiter-Bibliographie auf www.stefanzweig.digital

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Viele von Ihnen werden bereits die traurige Nachricht erhalten haben, dass Randolph J. “Randy” Klawiter am 19. Juli dieses Jahres im Alter von 90 Jahren verstorben ist (einen Nachruf finden Sie hier). Randy Klawiters jahrzehntelangem Schaffen verdanken wir die bedeutende und beispiellos umfassende Bibliographie der Werke Stefan Zweigs, die zunächst in Buchform erschien und später online fortgesetzt wurde.

Gemeinsam mit der Daniel A. Reed Library der SUNY Fredonia und mit dankenswerter Unterstützung von Randy Klawiters Erben haben wir die Absicht, sein Lebenswerk zu bewahren und die Bibliographie in seinem Sinne auf www.stefanzweig.digital fortzuführen.

Randys Arbeit lebte auch von Hinweisen auf neue Literatur oder bisher unentdeckte Werke von oder über Stefan Zweig, die ihm Beiträger*innen aus aller Welt zuschickten. Wir möchten Sie herzlich bitten, dieses wichtige Engagement aufrecht zu erhalten und Informationen zu Neuerscheinungen sowie weitere bibliographische Angaben oder Korrekturen in Zukunft an uns zu senden. Die Adresse dafür ist:

klawiter@stefanzweig.digital

Auf SZD ist die Bibliographie ab sofort unter dem Menüpunkt „Index“ zu finden oder unter dieser Adresse direkt zu erreichen.

Für Anregungen und Rückfragen steht Ihnen das Team von SZD gern zur Verfügung.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Stefan Zweigs Manuskripte aus dem DLA Marbach online

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In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach (DLA) konnten in den letzten Monaten weiterere wesentliche Stücke aus Zweigs Nachlass in STEFAN ZWEIG DIGITAL aufgenommen werden. Die Werke und Lebensdokumente Stefan Zweigs, die heute im DLA aufbewahrt werden, sind gemeinsam mit den bereits bestehenden Datensätzen durchsuchbar und mit dem neuen Katalog des DLA verknüpft.

Das DLA bewahrt zahlreiche bedeutende Originale des Autors auf. Aus den frühen Jahren von Zweigs Schaffen stammt etwa die Carl Seelig gewidmete Handschrift der Novelle Der Refractär, die im Sommer 1918 entstand und 1920 im Insel Verlag unter dem Titel Der Zwang erschienen ist. Umfangreiche Vorarbeiten zum Dostojewski-Essay dokumentieren die jahrzehntelange Auseinandersetzung Zweigs mit dem russischen Autor. Im aufbewahrten Konvolut zum Roman Ungeduld des Herzens sind alle Originale des Texts – von den ersten Notizen in Ringbüchern bis zu Druckfahnen – in außergewöhnlicher Vollständigkeit überliefert. Unter den Lebensdokumenten, die im DLA archiviert sind, ist eine weitere Fassung des Abschiedsbriefs von Stefan Zweig zu finden.

Neben der Ergänzung der Marbacher Originale wurden jüngst zahlreiche weitere Lebensdokumente aus den unterschiedlichen Sammlungen in Salzburg und aus der Daniel A. Reed Library in Fredonia mit aufgenommen. Neben den Tagebüchern liegen nun auch Dokumente wie Finanzunterlagen, Rechtsdokumente, Verlagsverträge und Verzeichnisse der eigenen Werke und Sammlungen des Autors erschlossen vor. Insbesondere die Verlagsverträge zeigen die beeindruckende Fülle der zeitgenössischen Übersetzungen der Werke Zweigs in aller Welt.

Friderike Maria Zweig zum 50. Todestag am 18. Januar 2021

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Friderike Zweig im Dezember 1962

Am 18. Januar 1971 verstarb Friderike Maria Zweig in ihrem Wohnort im US-amerikanischen Exil in Stamford, Connecticut. Sie hatte Stefan Zweig im Jahr 1912 kennengelernt und war von 1920 bis 1938 mit ihm verheiratet. Anlässlich ihres 50. Todestages am 18. Januar 2021 möchten wir drei kaum bekannte Tondokumente vorstellen, die zwischen 1955 und 1962 entstanden sind.

1955

Die erste Aufnahme ist ein Radiobeitrag des aus Prag stammenden Schriftstellers und Journalisten Johannes Urzidil, der 1939 zunächst über Italien nach England und 1941 weiter in die USA geflohen war. Er besuchte Friderike Zweig in ihrem Haus in Stamford und berichtet ausführlich über ihre Werke und von ihrem Leben im Exil.

Zur Aufnahme

Dauer 14:24
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1957

In einer Radioreportage des ORF berichtet der als Symson Weinberg in Kolomea in Galizien geborene Komponist und Journalist Jimmy Berg von der offiziellen Feier zu Friderike Zweigs 75. Geburtstag. Der Empfang fand am 16. Dezember 1957 in New York City im heutigen Sara Delano Roosevelt Memorial House in der 65. Straße statt. Nach kurzen Gesprächen mit Wilhelm Schlag vom österreichischen Generalkonsulat und dem Präsidenten des Hunter College George N. Shuster kommt schließlich Friderike Zweig selbst zu Wort. In ihrem Gruß kündigt sie eine Reise nach Österreich an, das sie seit dem Beginn ihres Exils im Jahr 1938 nicht mehr gesehen hatte.

Zur Aufnahme

Dauer 5:11
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1962

Die dritte Aufnahme wurde bei einem Besuch Friderike Zweigs in ihrer Geburtsstadt Wien aufgezeichnet. Sie berichtet von Stefan Zweig und über die 1957 von Erich Fitzbauer gegründete Internationale Stefan Zweig-Gesellschaft, deren Ehrenpräsidentin sie war. Weitere Details zu der Aufnahme, die leider nur in sehr mangelhafter Qualität vorliegt, sind nicht bekannt.

Dauer 4:56