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      <titleStmt>
        <title>Stefan Zweigs Briefe an Frans Masereel</title>
        <author>
          <persName>
            <forename>Julia Rebecca</forename>
            <surname>Glunk</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <orgName corresp="https://www.uni-salzburg.at/index.php?id=72" ref="d-nb.info/gnd/1047605287">Literaturarchiv Salzburg</orgName>
        </publisher>
        <authority>
          <orgName corresp="https://informationsmodellierung.uni-graz.at" ref="d-nb.info/gnd/1137284463">Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre
            for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz </orgName>
        </authority>
        <distributor>
          <orgName ref="https://gams.uni-graz.at"> GAMS - Geisteswissenschaftliches Asset Management
            System </orgName>
        </distributor>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0">Creative Commons BY
            4.0</licence>
        </availability>
        <publisher>Literaturarchiv Salzburg</publisher>
        <idno type="PID">o:szd.thema.7</idno>
        <date when="2025-01-31">31.10.2025</date>
      </publicationStmt>
      <seriesStmt>
        <title ref="gams.uni-graz.at/szd">Stefan Zweig Digitale Nachlassrekonstruktion</title>
        <respStmt>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <persName>
            <forename>Lina Maria</forename>
            <surname>Zangerl</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>Technische Umsetzung</resp>
          <persName>
            <forename>Christopher</forename>
            <surname>Pollin</surname>
          </persName>
        </respStmt>
      </seriesStmt>
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        <p>SZD Themenseite</p>
      </sourceDesc>
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    <encodingDesc>
      <projectDesc>
        <p> Das Projekt verfolgt das Ziel, den weltweit verstreuten Nachlass von Stefan Zweig im
          digitalen Raum zusammenzuführen und ihn einem literaturwissenschaftlich bzw.
          wissenschaftlich interessierten Publikum zu erschließen. In Zusammenarbeit mit dem
          Literaturarchiv der Universität Salzburg wird dabei, basierend auf dem dort vorhandenen
          Quellenmaterial, eine digitale Nachlassrekonstruktion des Bestandes generiert. So entsteht
          ein strukturierter Bestand an digitalen Objekten, der im Sinne der digitalen
          Langzeitarchivierung repräsentiert wird, und NutzerInnen orts- und zeitunabhängig
          zugänglich ist. Das Projekt ist so konzipiert, dass zu einem späteren Zeitpunkt
          Erschließung und Anreicherung des Quellenmaterials (z.B. digitalen Editionen) möglich
          werden.</p>
      </projectDesc>
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  <text>
    <body>   
   <div type="introduction" xml:lang="de">
        <figure>
          <graphic url="IMG.1"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>L&apos;Idée. Sa naissance – sa vie – sa mort, Paris: Ollendorff, 1920.</caption>
          </figDesc>
        </figure>
        <p style="center">
          <hi style="bold">
            „Lass uns bleiben, was wir sind, und immer noch stärker und aufrechter werden.“<lb></lb>
            STEFAN ZWEIGS BRIEFE AN FRANS MASEREEL<lb></lb>
            von Julia Rebecca Glunk</hi>
        </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <p>
          <hi style="italic">Im Frühjahr 2016 konnte das Literaturarchiv Salzburg 19 Postkarten und
            44 Briefe von Stefan Zweig an den belgisch-flämischen Holzschneider und Maler <name ref="#SZDPER.916">Frans Masereel</name> (1889-1972) ankaufen, die sich seit ihrem
            Verkauf auf einer Auktion in Paris im Jahr 1986 in Privatbesitz befunden hatten. Mit
            ihrem Ankauf konnte das LAS seine Sammlung um ein Hauptstück von Zweigs Briefwechsel mit
            einem seiner nächsten Freunde erweitern. <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.korrespondenzen.masereel-frans">Seit
              September 2024 sind sie auf Stefan Zweig digital frei zugänglich.</ref> Unsere
            langjährige Projektmitarbeiterin Julia Glunk hat die insgesamt 230 erhaltene Briefstücke
            umfassende Korrespondenz Zweig/Masereel im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der
            Albert-Ludwigs-Universität Freiburg erstmals zusammengeführt, aus dem Französischen ins
            Deutsche übertragen, mithilfe weiterer relevanter, unveröffentlichter Quellen
            kontextualisiert und historisch-kritisch ediert. Im Folgenden präsentiert sie die
            bislang auf Stefan Zweig digital verfügbaren Digitalisate aus
            dem Briefwechsel im Kontext der Geschichte der Freundschaft.</hi>
        </p>

        <p>Sämtliche hier zitierte Abbildungen entstammen, falls nicht anders
            vermerkt, dem digitalen Archiv der <ref target="http://masereel.org/">Frans
              Masereel-Stiftung</ref> (Saarbrücken), die zusammen mit der Studienbibliothek zur
            Geschichte der Arbeiterbewegung (Zürich) die Weltrechte am Werk Frans Masereels hält,
            und werden hier mit deren freundlicher Genehmigung reproduziert. Für die Erlaubnis, die
            beiden Porträtfotografien von Zweig und Masereel aus dem Jahr 1940 zu reproduzieren,
            danke ich herzlich den Erben von <name ref="#SZDPER.1562">Suse von Winternitz</name>,
            für die Reproduktion des Masereel-Aquarells aus Zweigs Besitz ebenso herzlich Oliver
            Matuschek.</p>

        <p>„Ginge alles zugrunde&quot;, so lautet einer der meistzitierten Sätze Stefan Zweigs über
          seinen Freund, den Künstler <name ref="#SZDPER.916">Frans Masereel</name>, „und blieben
          nur die Holzschnitte erhalten, die er in zehn Jahren geschaffen hat, so könnte man aus
          ihnen allein unsere ganze gegenwärtige Welt rekonstruieren [...].&quot; Der <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke/sdef:TEI/get?locale=de#SZDMSK.234">Aufsatz</ref>, in dem er Masereel ein derartiges Denkmal setzt – als einem Chronisten
          der modernen Zeit, als Erneuerer der mittelalterlichen Holzschneidekunst sowie als Mensch
          von seltener Aufrichtigkeit, Güte und Stärke – erscheint 1923, inmitten der deutschen
          Hyperinflation, als Teil einer allerersten, allerdings kaum bezahlbaren bebilderten <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.bibliothek/sdef:TEI/get?locale=de#SZDBIB.708">Masereel-Monographie</ref> im Berliner Verlag des Dänen <name ref="#SZDPER.2307">Axel
            Juncker</name>. Ein Jahr später, 1924, bringt Masereels deutscher Verleger <name ref="#SZDPER.2308">Kurt Wolff</name>, der große Konkurrent von Zweigs Stammverlag, dem
          Insel-Verlag von <name ref="#SZDPER.730">Anton Kippenberg</name>, dessen Holzschnittfolgen
          in günstigen, auflagenstarken ,Volksausgaben&apos; in den Handel und besiegelt so etwas, das
          Zweig versucht und vorhergesehen hat, seit er Masereel sieben Jahre zuvor kennengelernt
          hatte: den Siegeszug seiner neuen Kunstform, der <ref target="https://www.the-low-countries.com/article/the-silent-novels-of-frans-masereel-godfather-of-the-american-graphic-novel/">ersten Graphic Novels der Kunstgeschichte</ref>, durch die junge Weimarer Republik.
            <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.896">„[F]ür Dich hätte Deutschland ein viel
            weiteres Feld als Frankreich&quot;</ref>, prophezeite er schon im Juli 1920 in einem seiner
          wenigen in deutscher Sprache diktierten Briefe an Masereel, <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.896">„und ich glaube, Deine künstlerische
            Stellung würde hier viel besser und früher anerkannt werden.&quot;</ref> Dass dabei Masereels
          Holzschnittfolge <ref target="https://archive.org/details/The_Idea_Frans_Masereel/img001.jpg">L&apos;Idée. Sa
            naissance – sa vie – sa mort (1920)</ref>, die Lebensgeschichte einer personifizierten
          revolutionären Idee, die in der modernen Welt Verbreitung, Verfälschung und Verfolgung
          erfährt, sich letztlich jedoch als unsterblich erweist, deutet auch auf den Kern der fast
          25jährigen engen Freundschaft, die ihre bislang nur teilweise<note type="footnote">

            <bibl>Von den im Literaturarchiv Salzburg aufbewahrten und hier als Digitalisat
              veröffentlichten Briefen Zweigs an Masereel sind folgende zwölf bereits zur Gänze
              veröffentlicht: <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.896">Brief vom 10. Juli
                1920</ref> (Briefe an Freunde 1978, S. 121-122), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.899">9. November 1920</ref> (Briefe an
              Freunde 1978, S. 125-126), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.902">2. Juli
                1921</ref> (Briefe an Freunde 1978, S. 133-135), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.912">8. November 1926</ref> (Briefe an
              Freunde 1978, S. 172-173), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.914">29. Juni
                1928</ref> (Briefe an Freunde 1978, S. 196), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.918">23. März 1931</ref> (Briefe an Freunde
              1978, S. 212), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.919">13. Juni 1931</ref>
              (Briefe an Freunde 1978, S. 214-216), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.921">18. Juni 1931</ref> (Zweig Briefe III 2000, S. 293-294), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.927">18. Januar 1933</ref> (Briefe an Freunde
              1978, S. 224-225), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.928">15. April
                1933</ref> (Briefe an Freunde 1978, S. 226-228), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1646">23. November 1940</ref> (Briefe an
              Freunde 1978, S. 321-322), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1648">1. August
                1941</ref> (Briefe an Freunde 1978, S. 326).</bibl>
          </note> veröffentlichten Briefe dokumentieren: den tiefen gemeinsamen Glauben an die
          letztendliche Erhabenheit des Geistigen über das Ungeistige und an die Kraft der Idee, des
          Ideals, so sehr sich seine Jünger auch in der Minderheit befinden mögen.</p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title>Kennenlernen in der Schweiz (1917)</title>
        </head>

        <p>Frans Masereel ist Belgier, aufgewachsen im flämischen Gent in einer gut situierten
          Familie aus der französisch sprechenden Bourgeoisie, als Sohn der musikalisch begabten
            <name ref="#SZDPER.2273">Louise Lava</name>, verwitwete Masereel, und Stiefsohn des
          Gynäkologen und Progressiven <name ref="#SZDPER.2272">Louis Lava</name>. Als 1914 die
          deutsche Armee im Land einfällt und der im sogenannten ,Schlieffen-Plan&apos; vorgesehene
          Durchmarsch durch das neutrale Land nach Frankreich zur brutalen Invasion und Besetzung
          eskaliert, lebt der gerade 25-jährige Masereel schon seit vier Jahren nicht mehr in seinem
          Geburtsland, sondern hat seit 1911 versucht, sich in Paris ein Leben als unabhängiger
          Künstler aufzubauen. Da er sich insbesondere für die Möglichkeiten satirischer Tendenz-
          und Pressezeichnung interessiert und sich zudem für moderne Literatur, insbesondere der
          flämischen Naturalisten und Symbolisten, begeistert, hätten er und Zweig sich durchaus
          auch schon vor dem Krieg in der französischen Hauptstadt kennenlernen können; umso mehr,
          da einer der ersten Bekannten Masereels in Paris der französische Germanist <name ref="#SZDPER.535">Henri Guilbeaux</name> ist, der ihn 1913, im selben Jahr, in dem er
          während dessen Paris-Aufenthalts im Frühjahr auch mehrere Male Zweig trifft, bereits bei
          Zweigs Freunden <name ref="#SZDPER.1462">Émile Verhaeren</name> und <name ref="#SZDPER.82">Léon Bazalgette</name> eingeführt hat. Als Zweig schließlich im November 1917, im
          vierten Jahre des Krieges, per Beurlaubung vom passiven Militärdienst in die Schweiz
          kommt, wo der von ihm verehrte französische Literaturnobelpreisträger <name ref="#SZDPER.1192">Romain Rolland</name> drei Jahre zuvor den Impuls zur Bildung einer
          ganzen französischsprachigen Kolonie pazifistischer Literaten gegeben hat, ist der
          Zeichner Masereel bereits fester Bestandteil dieser Gruppe.</p>
        <p>Masereel lebt in Genf zunächst recht prekär, hält sich neben seiner <ref target="http://masereel.org/work/zeitungen-und-zeitschriften/">Tätigkeit als
            Zeichner</ref> für die pazifistische Zeitschrift <ref target="http://masereel.org/gegenkrieg/1916-1917-demain/">
            <hi style="italic">demain</hi>
          </ref> von Guilbeaux, die illustrierte Beilage <ref target="http://masereel.org/gegenkrieg/1917-1920-la-feuille-2/">
            <hi style="italic">La
              Feuille</hi>
          </ref> zur Genfer Zeitung <hi style="italic">La Nation</hi> sowie zur von
          ihm selbst mit dem französischen Refraktär Jean Salives gegründeten Zeitschrift <ref target="http://masereel.org/gegenkrieg/1916-1919-les-tablettes/">
            <hi style="italic">Les
              Tablettes</hi>

          </ref> mit diversen Nebenbeschäftigungen über Wasser und bewohnt mit
          seiner Frau, der Französin <name ref="#SZDPER.2270">Pauline Imhoff</name>, und deren
          15-jähriger Tochter aus erster Ehe <name ref="#SZDPER.2271">Paule Thomas</name> einen
          kleinen Dachboden zur Untermiete. Diese Umstände mögen begründen, dass aus dem ersten Jahr
          ihrer Bekanntschaft keine Briefe von Zweig an Masereel erhalten geblieben sind. <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.korrespondenzen/sdef:TEI/get?locale=de#SZDKOR.276">Masereels Gegenbriefe</ref> jedoch, die sich in einem Umfang von insgesamt 147
          Briefstücken in Zweigs Nachlass erhalten haben, sowie <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.lebensdokumente/sdef:TEI/get?locale=de#SZDLEB.11">Zweigs Tagebucheinträge aus den Tagen ihrer ersten Begegnungen</ref> dokumentieren
          deren Umstände gut: </p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.2"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>Am 29. November 1917: „Masereel: ein schwerer, bärtiger sanfter Mensch mit
              ernstem schönem Blick durch die Brille. [...] Ich mag ihn vom ersten Blick.&quot; (vgl.
              Zweig Tagebücher 1984, 281-282) </caption>
          </figDesc>
        </figure>
        <figure>
          <graphic url="IMG.3"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>Am 30. November 1917: „ein echter Kameradennachmittag mit Masereel [...]. Wie
              gerecht diese Menschen sind. Wie groß! Wie brüderlich.&quot; (vgl. Zweig Tagebücher 1984,
              283)</caption>
          </figDesc>
        </figure>
        <figure>
          <graphic url="IMG.4"></graphic>
          <figDesc>

            <caption>Und am 2. Dezember 1917: „Masereel der mir sehr gefällt, immer besser
              eigentlich von Stunde zu Stunde.&quot; (vgl. Zweig Tagebücher 1984, 283) <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.70">Hier zum Digitalisat</ref>
            </caption>
          </figDesc>
        </figure>

        <p>Einen auffällig langen Tagebucheintrag widmet Zweig am 2. Dezember seinem ersten Besuch
          bei Masereel. Hier lernt er ihn, nachdem bereits eine große persönliche Sympathie zwischen
          ihnen besteht, nun erstmals auch als den Künstler und Beobachter kennen, als den er ihn
          dauerhaft schätzen wird: „Die Serie ,Les Villes&apos;&quot;, schreibt er, „hundertfünfzig
          Schwarzweiß-Zeichnungen gehören zum Großartigsten, das ich jemals sah. Die ganze Stadt,
          aber wirklich die ganze mit ihrer ungeheuren Dynamik, ihrer Geschwindigkeit, ihrer
          gemeinen Geste in tausend Formen.&quot; Gleich am Tag darauf weist er seinen Verleger Anton
          Kippenberg in Leipzig auf Masereel als potenziellen Buchillustrator hin, woraus sich in
          den Folgemonaten Verhandlungen über zwei konkrete Aufträge und später auch ein
          persönlicher Briefwechsel zwischen Kippenberg und Masereel ergeben. Eine Woche später
          bringt Zweig Masereel bei dessen Gegenbesuch in Zürich mit dortigen Galeristen und
          Verlegern in Kontakt: Zwei Broschürendrucke, die Zweig 1918 im Max Rascher Verlag
          veröffentlicht – seine <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.bibliothek/sdef:TEI/get?locale=de#SZDBIB.533">Übersetzung eines Aufsatzes von Rolland</ref> und ein eigenes <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke/sdef:TEI/get?locale=de#SZDMSK.221">Feuilleton über die Genfer Zentrale des IRK</ref> – erscheinen beide mit
          Tuschzeichnungen von Masereel. Und im September 1918 tritt er mit dem Kunsthistoriker
            <name ref="#SZDPER.2309">Arthur Rössler</name> in Wien bezüglich einer Publikation der
          von Masereel illustrierten Novelle <hi style="italic">
            <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke/sdef:TEI/get?locale=de#SZDMSK.323">Der
              Zwang</ref>

          </hi> in Rösslers neu gegründetem Avalun-Verlag in Verhandlungen ein. Sie
          erscheint schließlich 1920 als <ref target="http://masereel.org/illustbcher/1920-zweig-der-zwang/">bibliophile Ausgabe im
            Insel-Verlag</ref>.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.5"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>Das Herz Europas / Den hingeschlachteten Völkern, Zürich: Max Rascher Verlag,
              1918</caption>
          </figDesc>
        </figure>

        <p>Das Ende des Ersten Weltkriegs und die dramatischen Ereignisse in der Schweiz, wo der
          Bundesrat in Befürchtung einer bolschewistischen Revolution die Armee gegen die streikende
          Bevölkerung mobilisiert, erleben Zweig und Masereel, der zum selben Zeitpunkt bei Zweig in
          Rüschlikon bei Zürich zu Besuch ist, gemeinsam. Die internationalen Nachrichten liest
          Zweig, insbesondere mit Blick auf den Zerfall Österreich-Ungarns und den allseitigen
          politischen Umbruch, mit Angst: „Ein Trost in diesen Tagen Masereel, der Klare, Reine,
          Gütige&quot;, schreibt er am 4. November 1918, einen Tag nach Schluss des Waffenstillstands von
          Villa Giusti, in sein <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.70">Tagebuch</ref>: „Ich
          weiß, daß ich nur ganz wenige Menschen habe, die ich so sehr liebe wie ihn.&quot; Ähnliche
          Gefühle sprechen aus seiner ersten erhaltenen Postkarte an Masereel vom 26. November 1918,
          zehn Tage nach dessen Rückreise nach Genf: <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.887">„Cher ami&quot;</ref>, heißt es dort, <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.887">„la maison paraît delaissé sans toi&quot;</ref>,
          und wie unendlich hindernisreich und ungewiss ihm nun seine Rückkehr nach Österreich
          erscheine, und wie verrückt, wie verwirrend die Zeit, in der ,Revolutionäre Minister
          werden und Minister Revolutionäre&apos;.</p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title>„Romane ohne Worte&quot;</title>
        </head>
        <p>Die Geschichte eines Revolutionärs ist auch <hi style="italic">
            <ref target="https://theanarchistlibrary.org/library/frans-masereel-25-images-of-a-man-s-passion">25 Images de la Passion d&apos;un Homme</ref>

          </hi>, die erste von Masereels
          Holzschnittserien, die eine eigenständige Erzählung ganz ohne Begleittext bilden. Zweig
          lernt sie Anfang Oktober bei einem Besuch in Genf kennen und ist voller Enthusiasmus.
          Seine Besprechung des Büchleins, das Masereel im Selbstverlag in einer Auflage von nur
          fünfzig Exemplaren herausgebracht hat, erscheint am 4. Dezember 1918 in der Basler
          National-Zeitung und ist nicht nur der erste von später insgesamt fünf Aufsätzen Zweigs
          über Masereel (unvollständig verzeichnet auf dem entsprechenden <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.aufsatzablage/sdef:TEI/get?locale=de#SZDESS.408">Registerblatt der zeitgenössischen Aufsatzablage</ref>). Zweig nimmt hier auch, unter
          dem Titel <hi style="italic">
            <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.aufsatzablage/sdef:TEI/get?locale=de#SZDESS.409">Ein Roman ohne Worte</ref>
          </hi>, die spätere Genrebezeichnung ,Graphic Novel&apos; bereits
          gewissermaßen vorweg: „Aber er ist überhaupt nicht geschrieben, dieser Roman. Nicht Worte
          sind sein Mittel. In Holz geschnitten sind die fünfundzwanzig Episoden eines anonymen
          Menschenlebens von dem jungen Belgier Frans Masereel, in dem wir einen der stärksten
          Künstler unserer Epoche aus manchem Werk längst lieben und der hier sein Bestes
          gegeben.&quot;</p>

        <p>Ermutigt sowohl von Zweig, in dessen Aufsatz er sich in seinem künstlerischen Ansatz zum
          ersten Mal ganz wiedererkannt fühlt, als auch von Romain Rolland, dem gemeinsamen Freund
          und Idol, geht Masereel in seinem nächsten Buch noch viel weiter: <hi style="italic">
            <ref target="http://masereel.org/bilderfolgen/1919-mon-livre-dheures/">Mon Livre
              d&apos;Heures</ref>

          </hi> („Mein Stundenbuch&quot;) ist eine autobiographisch beeinflusste
          Erzählung in 169 kleinformatigen Holzschnitten, die zwischen anekdotischen Episoden in
          fast filmischer Echtzeit und panoramahaften Stimmungsbildern changiert und so der
          Erfahrung eines ,Leseerlebnisses&apos; noch ungleich näher kommt. Erneut kann Masereel nur
          knapp 200 Exemplare im Selbstverlag drucken – diese allerdings finden ihren Weg nicht nur
          nach Salzburg zu Stefan Zweig, wo dieser soeben seinen neuen Wohnsitz bezogen hat und auf
          das Buch mit überschwänglicher Begeisterung reagiert. Auch <name ref="#SZDPER.1170">Rainer
            Maria Rilke</name>, dessen eigenes <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.aufsatzablage/sdef:TEI/get?locale=de#SZDESS.469">Stundenbuch</ref> 1905 im Insel-Verlag erschienen ist, weist Anton Kippenberg mit
          Nachdruck auf das Potenzial einer deutschen Ausgabe des Masereel-Stundenbuches hin.
          Schneller ist allerdings <name ref="#SZDPER.2310">Hans Mardersteig</name>, der als
          Mitarbeiter von Kurt Wolff dem Verleger schon kurz nach Erscheinen der kleinen
          Privatausgabe die Rechte an einer deutschen, kommerziellen gesichert hat und den Weg dafür
          ebnet, dass alle vier ,Bilderromane&apos;, die Masereel 1919 und 1920 in Genf herausbringt, in
          den Jahren 1920-1924 exklusiv im Kurt Wolff Verlag in München erscheinen. Zweigs eigene
          wiederholte Versuche, Masereel in eine langfristige Arbeitsbeziehung mit dem Insel-Verlag
          zu bringen (vgl. seine Briefe von <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.891">[Anfang
            November 1919]</ref> und <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.892">[Ende November
            1919]</ref>), scheitern letztlich daran, dass Kippenberg in seinem persönlichen
          Briefwechsel mit dem Künstler kein Vertrauensverhältnis aufbauen kann, das dem zwischen
          Masereel und Mardersteig bzw. Masereel und Wolff nahekommt.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.6"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>
              <hi style="italic">Un fait divers</hi>, Genf: Selbstverlag, 1920</caption>
          </figDesc>
        </figure>

        <p>Zweigs Briefe aus diesen Jahren zeigen bereits deutlich, was zeitlebens so bleiben wird:
          dass er den Künstler Masereel, der sich nach seinem Umzug nach Paris im Jahr 1922
          verstärkt der Malerei zuwenden wird, hier, im Holzschnitt und im innovativen, autonomen
          Erzählen in Bildern, am Stärksten findet. „<ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.900">C&apos;est le plus beau que tu as jamais produit,
            un poème saisissant, plein de force, incomparable dans toute l&apos;art nouvelle</ref>&quot;,
          schreibt er ihm über <hi style="italic">L&apos;Idée</hi> im Dezember 1920. „<ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.899">Tu est a un point de maîtrise ou je ne sais
            presque pas, comme tu puisses encore monter plus haut</ref>&quot;, im November 1920 über die
          von <name ref="#SZDPER.1556">Friderike Zweig</name> hingegen nicht sehr geschätzte <hi style="italic">
            <ref target="http://masereel.org/bilderfolgen/1920-geschichte-ohne-worte/">Histoire sans
              paroles</ref>

          </hi>, eine Serie über das hartnäckige, erfolglose Werben eines Mannes um
          eine Frau und seinen plötzlichen Interessensverlust an ihr, als sie sich ihm zuwendet. Und
          selbst <hi style="italic">Un fait divers</hi>, eine kleine, in Deutschland nie
          nachgedruckte Folge aus acht Holzschnitten über die Verführung einer Frau und ihren
          Selbstmord, stößt im Juli 1920 auf Zweigs große Bewunderung („<ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.896">irgendwie flämisch in seiner Kühnheit, in
            seiner dämonischen Freiheit</ref>&quot;). Die in <hi style="italic">Fait divers</hi>
          zentralen Themen des Missbrauchs, der Abtreibung und der gesellschaftlichen Ächtung von
          Frauen wird Masereel in <ref target="http://masereel.org/bilderfolgen/1921-grotesk-film/">Groteskfilm</ref>, einer Serie von Tuschzeichnungen, die er im selben Jahr im Umfeld
          eines Berlinaufenthaltes mit <name ref="#SZDPER.1357">Carl</name> und <name ref="#SZDPER.2275">Thea Sternheim</name> beim jungen Verleger <name ref="#SZDPER.2274">Israel Ber Neumann</name> veröffentlicht, noch weiter führen. Diese wird Zweig
          allerdings, ebenso wie Masereels andere, deutlich von der deutschen Neuen Sachlichkeit und
          seinem neu gewonnenen Freund <ref target="https://kmska.be/nl/meesterwerk/acrobatum">George Grosz</ref> beeinflusste Arbeiten, in sein idealisiertes Bild des Künstlers
          Masereel als einem Barden der Moderne in der Tradition <name ref="#SZDPER.1511">Walt
            Whitmans</name> und <name ref="#SZDPER.1462">Émile Verhaerens</name> nie
          integrieren.</p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title>Pariser Jahre</title>
        </head>
        <p>Mit Masereels Umzug nach Paris im Frühjahr 1922 – kurz nach <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.903">seinem ersten und einzigen Besuch bei Zweig
            in Salzburg</ref> – beginnt für die Freundschaft eine neue Phase regelmäßigerer
          persönlicher Treffen. Insbesondere wichtig erscheint dabei das Jahr 1924, in dem Zweig
          dreimal für jeweils längere Aufenthalte nach Paris kommt und mit dem Übersetzer <name ref="#SZDPER.585">Alzir Hella</name> eine wichtige Arbeitsbeziehung anknüpft: Zwischen
          1927 und 1929 wird dieser sieben seiner Bücher übersetzen und in den größten französischen
          Verlagshäusern platzieren; danach, bis 1939, erscheint jede von Zweigs
          Neuveröffentlichungen simultan in Hellas französischer Übersetzung. Das Porträt in Öl, das
          Masereel im Januar 1924 in Paris von Zweig malt – „<ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.906">Lieber Frans, merci de tout coeur, je me
            sens reconnu</ref>&quot; –, zeigt den Schriftsteller folglich an einem entscheidenden Punkt
          kurz vor der für seine Zeit beispiellosen, bahnbrechenden Internationalisierung seines
          literarischen Erfolgs.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.7"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>Porträt Zweigs (Öl auf Leinwand, 1924) und <hi style="italic">Montmartre. Hôtel
                et Escaliers</hi> (Aquarell, 1926) mit Widmung an Stefan Zweig.</caption>
          </figDesc>
        </figure>

        <p>Dieselbe Begeisterung über die Metropole Paris im Modernisierungsschub, mit der Zweig im
          Januar 1924 <name ref="#SZDPER.1556">seiner Frau Friderike</name> vom strahlend schönen,
          ,welthaften&apos; Paris vorschwärmt, findet sich auch in den <ref target="http://masereel.org/work/aquarelle/">farbigen Stadtaquarellen</ref>, die
          Masereel in dieser Periode schafft. Dass ihnen beiden jedoch auch eine große Ambivalenz
          dem gegenüber gemeinsam ist, offenbaren mehrere Briefe aus derselben Periode, in denen
          Zweig Masereel gesteht, die ,Vergnügungsmaschine Paris&apos; dieses Mal sogar gerne wieder
          verlassen zu haben und seit einiger Zeit ein neues Bedürfnis in sich zu entdecken: „<ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.907">de devenir eremite, de m&apos;enfoncer dans la
            foret du travail.</ref>&quot; Dabei sei Masereel, so schreibt er im Dezember 1924, einer der
          ganz wenigen, die seinen Wunsch nach Abkehr und Anonymität nachfühlen könnten. Zu den
          vermehrten einsamen Arbeitsreisen, die Zweig sich in den Folgejahren als Rückzug angewöhnt
          – nach Boulogne, nach <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.908">Marseille</ref>,
          nach Dijon, nach Folkestone –, wird er Masereel nicht selten einladen.</p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title>„Bleiben, was wir sind&quot;</title>
        </head>
        <p>„<ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.933">Restons ce que nous sommes et devenons
            encore plus forts et plus sincères</ref>&quot;, hatte Zweig an Masereel geschrieben, bevor er
          im Frühjahr 1919 nach anderthalbjährigem Aufenthalt die Schweiz verließ, und die Hoffnung
          angefügt, dass unter all den traurigen Erinnerungen an die schlimme Zeit dort diejenige an
          die Entstehung ihrer Freundschaft immer klar und rein hervorscheinen möge. In der Tat wird
          die gemeinsame Schlüsselerfahrung eines auf Kultur und Literatur basierten internationalen
          Freundeskreises, der sich gemeinsam gegen den Krieg zwischen den Nationen stellt,
          Masereels und Zweigs Freundschaft über fast 25 Jahre tragen, während sich der
          ursprüngliche ,Genfer Kreis&apos; von 1917 so gut wie auflöst: Der streitbare <name ref="#SZDPER.535">Henri Guilbeaux</name> ist, abgeschoben aus der Schweiz, pünktlich zur
          Gründung der Kommunistischen Internationale nach Moskau gegangen und wird sich 15 Jahre
          später, zurück in Frankreich, vor allem durch öffentliche Polemiken gegen die meisten
          alten Freunde hervortun. <name ref="#SZDPER.688">Pierre Jean Jouve</name>, dessen Buch <hi style="italic">Romain Rolland vivant: 1914-1919</hi> nach dem Krieg neben Zweigs <hi style="italic">
            <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.bibliothek/sdef:TEI/get?locale=de#SZDBIB.899">Romain Rolland. Der Mann und das Werk</ref>

          </hi> vor allem zur Stilisierung Rollands
          als Inbegriff intellektueller Unabhängigkeit beiträgt, hat sich zu Anfang der 1920er Jahre
          über seiner Scheidung von seiner Frau, der Frauenrechtlerin <name ref="#SZDPER.1920">Andrée Charpentier-Jouve</name>, und seinem Verhältnis zur Psychoanalytikerin <name ref="#SZDPER.1916">Blanche Reverchon</name> erst mit Rolland, dann mit Masereel
          überworfen.</p>

        <p>Romain Rolland selbst beginnt mit dem Jahr 1929, unter dem Einfluss seiner neuen
          russischen Lebensgefährtin <name ref="#SZDPER.2311">Maria Kudaschewa</name> (der späteren
          Marie Romain Rolland), den Sowjetkommunismus Stalins öffentlich als
          friedlich-freiheitlichen Gegenpol zu den faschistischen Bewegungen Westeuropas zu
          idealisieren. Hierauf werden sich zahlreiche der alten ,Rollandisten&apos;, wie etwa <name ref="#SZDPER.911">Marcel Martinet</name>, von ihm abkehren. Dass <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.919">„wir beinahe die letzten sind, die ganz und
            unverbrüchig zu seinem engeren Kreise gehören</ref>&quot;, schreibt Zweig im Juni 1931 an
          Masereel. Allerdings ignoriert er dabei, dass sich auch zwischen ihm, Rolland und Masereel
          bereits Differenzen abzeichnen, die sich im Laufe der 1930er Jahre manifestieren werden.
          (Die große Feier etwa, <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1636">die Zweig im Jahr
            1935 zu Ehren von Romain Rollands siebzigstem Geburtstag plant</ref>, wird schließlich
          vollkommen von der komintern-nahen Association des artistes et écrivains révolutionnaires
          und der Kommunistischen Partei Frankreichs gekapert werden.) Dass er 1931 während mehrerer
          Monate noch ernsthaft den Plan verfolgt, mit Masereel zusammen einen längeren Aufenthalt
          in der Sowjetunion zu unternehmen und dort gemeinsam einen illustrierten Reisebericht zu
          erarbeiten (vgl. seine Briefe an Masereel vom <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.919">13. Juni 1931</ref>, <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.922">1. August 1931</ref> und <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.924">22. August 1931</ref>), erscheint vor diesem
          Hintergrund insbesondere interessant.</p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title>Zensur im Nationalsozialismus</title>
        </head>
        <p>Im Frühjahr 1931 fungiert Zweig zusammen mit Romain Rolland und <name ref="#SZDPER.894">Heinrich Mann</name> als <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.918">Jury für ein
            Preisausschreiben zur Ermittlung des besten Prosatextes zu einer von Masereels
            Holzschnitt-,Romanen&apos;</ref>, das Masereels neuer Verleger <name ref="#SZDPER.2276">Wilhelm Regendanz</name> (Transmare-Verlag) nach der Auflösung des Kurt Wolff Verlags
          veranstaltet und das der von Zweig geförderte junge Schriftsteller <name ref="#SZDPER.1743">Walter Bauer</name> für sich entscheiden wird. Im Januar 1932
          illustriert Masereel <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.926">auf Zweigs Bitte
            hin</ref> ein Interview, das der Journalist Frédéric Lefèvre mit ihm über die ,Rolle des
          Intellektuellen in der gegenwärtigen Krise&apos; in der Pariser Zeitschrift <hi style="italic">Les Nouvelles littéraires</hi> veröffentlicht, mit einer Porträt-Tuschzeichnung. Da
          Masereel durch die Wirtschaftskrise immer weniger Gemälde verkauft, wiegt für ihn
          besonders schwer, dass sich der Transmare-Verlag innerhalb kurzer Zeit als wenig
          verlässlicher Partner für Deutschland erweist. Auf Masereels Bitte hin versucht Zweig,
          seinen eigenen Verleger Anton Kippenberg von einer Übernahme der Rechte am gesamten
          druckgraphischen Werk Masereels zu überzeugen, was Kippenberg in dieser umfassenden Form
          allerdings strikt ablehnt. Eventuell denkt Zweig dennoch, ihn später noch umstimmen zu
          können: An Masereel schreibt er im Januar 1933, wobei er die entsprechende Stelle im
          diktierten Brief noch handschriftlich redigiert: &quot;<ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.927">Mit Kippenberg habe ich gesprochen, er
            möchte leidenschaftlich gern (und will sich deshalb mit dem Transmare-Verlag ins
            Einvernehmen setzen) zur Einführung eine Deiner früheren Sachen, etwa ,Idee&apos; in der
            Inselbücherei zu 80 Pfennig bringen, und ferner Deine neuen Bücher.</ref>&quot; Immerhin: Im
          April 1933 bringt der Insel-Verlag, während zur selben Zeit bereits Arbeiten von Masereel
          in der nationalsozialistischen Propaganda-Ausstellung Kulturbolschewistische Bilder
          gezeigt werden, noch einmal eine Neuauflage der ,Geschichte ohne Worte&apos; heraus, die sogar
          1935 wegen ihres durchschlagenden Erfolgs, noch ein zweites Mal mit 5.000 Exemplaren neu
          aufgelegt wird. Ein Jahr später, 1936, werden die Werke von beiden, Zweig und Masereel, in
          Deutschland endgültig verboten.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.8"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>
              <hi style="italic">Les Nouvelles littéraires</hi>, 9. Januar 1932, Interview
              mit Stefan Zweig, illustriert von Frans Masereel.</caption>
          </figDesc>
        </figure>

        <p>Seinen eigenen Bruch mit dem Insel-Verlag, der in Wahrheit kompliziert und langwierig
          ist, stellt Zweig Masereel im Oktober 1933 <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.932">etwas rigoroser dar, als er wirklich
            ist</ref>. Während Zweig sich damit schwer tut, sich oppositionellen Emigrantenkreisen
          anzuschließen, arbeitet Masereel in Paris sehr früh mit der deutschen politischen
          Emigration zusammen und engagiert sich unter anderem auch in Initiativen der KPD im Exil.
          Dass sich hierüber in diesen Jahren keine tiefe Entfremdung ergibt oder eine solche
          jedenfalls nicht zum Tragen kommt, erklärt sich wohl teils auch damit, dass Masereel sich
          von Zweig, der mittlerweile in London lebt – und damit näher an Paris denn je –, auch
          Hilfe dabei erhofft, auf dem englischen Kunstmarkt Fuß fassen zu können. Mit seiner
          Bereitschaft, ein <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.412">Vorwort</ref> zum <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.bibliothek/sdef:TEI/get?locale=de#SZDBIB.72">Katalog der ersten englischen Masereel-Einzelausstellung</ref> zu schreiben („<ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1640">Natürlich schreibe ich mit grösster Freude
            die kleine Vorrede</ref>&quot;), ebnet er hierfür einen ersten Weg. Gleichzeitig versucht er,
          zusammen mit Masereels Mäzen <name ref="#SZDPER.2277">Georg Reinhart</name> in Winterthur
          und Masereels Verleger <name ref="#SZDPER.2276">Wilhelm Regendanz</name>, der nach dem
          Röhm-Putsch ebenfalls nach London geflohen ist, in der englischen Hauptstadt einen
          Mikroverlag für die Neuherausgabe von Masereels Holzschnittfolgen aus den 1920er Jahren zu
          gründen – ein Plan, der allerdings keine Früchte trägt.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.9"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>Katalog der ersten englischen Masereel-Einzelausstellung, Leicester Galleries,
              London, 1936.</caption>
          </figDesc>
        </figure>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="de">
        <head>
          <title>„Wir haben nicht das Recht, zu schweigen&quot;</title>
        </head>

        <p>Ein Appell, den Masereel kurz vor Kriegsausbruch noch in einer deutschen
          Emigrantenzeitschrift veröffentlicht, heißt <hi style="italic">An meine Freunde, die
            Künstler!</hi> und beinhaltet das entschiedene Postulat „Wir haben nicht das Recht, zu
          schweigen, noch indifferent zu sein gegenüber dem, was rings um uns geschieht&quot;.
          Erstaunlich ähnlich liest sich der Titel der Ansprache, die Zweig bei seinem letzten
          Aufenthalt in Paris, kurz vor seiner letzten persönlichen Begegnung mit Masereel, für
          Radio Paris liest: <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.210">
            <hi style="italic">Pour ceux qui ne peuvent pas parler</hi>
          </ref>: „Für jene, die nicht sprechen
          können&quot;. Mit der <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1645">kurzen Notiz, in der er
            Masereel den Zeitpunkt der Radioübertragung mitteilt</ref>, schickt er ihm zugleich zwei
          Eintrittskarten für ihn und seine Frau Pauline für den Vortrag <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke/sdef:TEI/get?locale=de#SZDMSK.276">
            <hi style="italic">La Vienne d&apos;hier</hi>

          </ref>, „Das Wien von gestern&quot;, den er am Abend
          des 26. April 1940 im Théâtre Marigny vor 1.600 Zuhörerinnen und Zuhörern hält. Nur
          vierzehn Tage später startet die deutsche Wehrmacht ihren Blitzkrieg gegen Belgien, die
          Niederlande, Luxemburg und Frankreich, und während Stefan Zweig und <name ref="#SZDPER.1555">seine zweite Frau Lotte</name>, frisch verheiratet, im Juni 1940 in
          England das Schiff nach New York besteigen, fliehen Frans und Pauline Masereel innerhalb
          einer Massenkolonne von Flüchtlingen und Soldaten im Rückzug zu Fuß aus Paris, 450
          Kilometer nach Südfrankreich, in die freie Zone. Über Umwege – „<ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1646">un détour via New York</ref>&quot;, wie er
          schreibt – erfährt Stefan Zweig im November 1940, fünf Monate später, vom Aufenthaltsort
          der Masereels in Avignon und bietet seine Hilfe bei der Ausreise aus Europa an.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.10"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>Frans Masereel und Stefan Zweig, ca. 1940, je fotografiert von <name ref="#SZDPER.1562">Suse von Winternitz</name>.</caption>
          </figDesc>
        </figure>
        <p>Über den gemeinsamen Freund <name ref="#SZDPER.1574">Hermann Kesten</name>, der sich,
          selbst ausgewandert, in den USA für die Ausreise verfolgter Intellektueller aus Europa
          engagiert, bleibt Stefan Zweig auf dem Laufenden über die <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1647">Schwierigkeiten, die sich aus Masereels
            Antrag auf ein Emergency Rescue Visum ergeben</ref>. Mithilfe seiner Beziehungen zum
          Schriftsteller und kolumbianischen Botschafter in Argentinien <name ref="#SZDPER.2279">Germán Arciniegas</name> und der Kontakte des nach Argentinien ausgewanderten
          Masereel-Sammlers <name ref="#SZDPER.2280">Walter Engel</name> zum belgischen Diplomaten
            <name ref="#SZDPER.2313">René Louis van Meerbeke</name> gelingt es jedoch, für Masereel
          ein Visum nach Kolumbien zu beschaffen. Da Zweigs Briefe bei Masereel – und Masereels
          Briefe bei Zweig – vermutlich mit einer Verspätung von mehreren Monaten eingehen und nach
          Zweigs Abreise aus England nach Amerika keine <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.korrespondenzen/sdef:TEI/get?locale=de#SZDKOR.276">Gegenbriefe von Masereel</ref> mehr erhalten sind, ist nicht klar, ob Zweig nochmals
          von seinem Freund gehört hat, als er sich im Februar 1942 das Leben nimmt. <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1649">Sein letzter Brief an Masereel</ref>
          datiert vom 15. August 1941. Das Visum für Lateinamerika haben Frans und Pauline Masereel
          nicht in Anspruch genommen.</p>
        <p>
          <hi style="italic">Die Dissertation</hi> Stefan Zweig und Frans Masereel. Geschichte
          ihrer Freundschaft in Briefen und Dokumenten 1917-1942 <hi style="italic">wurde im
            Dezember 2025 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau als
            Promotionsschrift eingereicht und soll 2026 in der Schriftenreihe </hi>Klassische
          Moderne <hi style="italic">im Nomos Verlag, Baden-Baden erscheinen.</hi>
        </p>
      </div>
      <div type="introduction" xml:lang="en">
        <figure>
          <graphic url="IMG.1"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>L&apos;Idée. Sa naissance – sa vie – sa mort, Paris: Ollendorff, 1920.</caption>
          </figDesc>
        </figure>
        <p style="center">
          <hi style="bold">
            „Let us remain what we are, and become ever stronger and more upright.“<lb></lb>
            STEFAN ZWEIG&apos;S LETTERS TO FRANS MASEREEL<lb></lb>
            by Julia Rebecca Glunk</hi>
        </p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <p>
          <hi style="italic">In spring 2016, the Literaturarchiv Salzburg purchased 19 postcards
            and 44 letters from Stefan Zweig to the Belgian-Flemish woodcutter and painter <name ref="#SZDPER.916">Frans Masereel</name> (1889-1972). These documents had been in
            private ownership since their sale at auction in Paris in 1986. With this purchase, the
            LAS was able to expand its collection with a key piece of Zweig&apos;s correspondence with
            one of his closest friends. <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.korrespondenzen.masereel-frans">Since
              September 2024, they have been accessible to the public on Stefan Zweig digital.</ref>
            Our long-standing project collaborator Julia Glunk compiled the 230 surviving letters of
            the Zweig/Masereel correspondence for the first time as part of her doctoral thesis at
            the Albert Ludwig University of Freiburg, translating them from French into German,
            contextualised them with the help of other relevant, unpublished sources and presented
            them in a critical edition. In the following, she will give an introduction to those of
            the letters and documents already available on</hi> Stefan Zweig digital <hi style="italic">in the context of the history of Zweig&apos;s and Masereel&apos;s
          friendship.</hi>
        </p>
        <p>
          <hi style="italic">All images cited here are taken from the digital archive of the <ref target="http://masereel.org/">Frans Masereel Foundation</ref> (Saarbrücken), which
            together with the Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung (Zürich) holds
            the copyright to the work of Frans Masereel. They are reproduced here with their kind
            permission. Excepted from this are the two portrait photographs of Zweig and Masereel
            from 1940 for which I would like to express my thanks to the heirs of <name ref="#SZDPER.1562">Susanna von Winternitz</name>, as well as the reproduction of the
            Masereel watercolour from Zweig&apos;s private collection for which I owe thanks to Oliver
            Matuschek. Last but not least, I would like to thank Geoffrey Plow for proofreading the
            English version of this.</hi>
        </p>

        <p>&apos;If everything were to perish,&apos; so runs one of Stefan Zweig&apos;s most frequently quoted
          statements about his friend, the artist <name ref="#SZDPER.916">Frans Masereel</name>,
          &apos;and only the woodcuts he created over a period of ten years remained, it would be
          possible to reconstruct our entire present world from them alone [...].&apos; The <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke/sdef:TEI/get?locale=de#SZDMSK.234">essay</ref> in which he erects such a monument to Masereel – as a chronicler of modern
          times, a renovator of the medieval art of woodcutting and a man of rare sincerity,
          kindness and strength – appeared in 1923, in the midst of German hyperinflation, as part
          of the very first, but hardly affordable, illustrated <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.bibliothek/sdef:TEI/get?locale=de#SZDBIB.708">Masereel monograph</ref> published in Berlin by the Dane <name ref="#SZDPER.2307">Axel
            Juncker</name>. A year later, in 1924, Masereel&apos;s German publisher <name ref="#SZDPER.2308">Kurt Wolff</name>, the great competitor of Zweig&apos;s regular publishing
          house <name ref="#SZDPER.730">Anton Kippenberg</name>&apos;s Insel Verlag, brought Masereel&apos;s
          woodcut books to the market in inexpensive, high-circulation &apos;popular editions&apos;, thus
          sealing what Zweig had attempted and foreseen since meeting Masereel seven years earlier:
          the triumph of his new art form, the <ref target="https://www.the-low-countries.com/article/the-silent-novels-of-frans-masereel-godfather-of-the-american-graphic-novel/">first graphic novels in art history</ref>, throughout the young Weimar Republic. <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.896">&apos;Germany would offer you a much broader
            field than France,&apos;</ref> he predicted in July 1920 in one of his few letters to
          Masereel dictated in German, <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.896">&apos;and I
            believe your artistic standing would be recognised much better and sooner here.&apos;</ref>
          Masereel&apos;s woodcut series <ref target="https://archive.org/details/The_Idea_Frans_Masereel/img001.jpg">L&apos;Idée. Sa
            naissance – sa vie – sa mort (1920)</ref>, the story of a revolutionary idea
          encountering dissemination, falsification and persecution in the modern world but
          ultimately proving immortal, also points to the core of the close friendship that lasted
          almost 25 years, documented in their letters, only some of which<note type="footnote">

            <bibl>Of the letters from Zweig to Masereel held at the Literaturarchiv Salzburg and
              published here as digital facsimiles, the following twelve have already been published
              in full: <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.896">Letter dated 10 July
                1920</ref> (Briefe an Freunde 1978, pp. 121-122), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.899">9 November 1920</ref> (Briefe an Freunde
              1978, pp. 125-126), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.902">2 July 1921</ref>
              (Briefe an Freunde 1978, pp. 133-135), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.912">8 November 1926</ref> (Briefe an Freunde
              1978, pp. 172-173), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.914">29 June
                1928</ref> (Briefe an Freunde 1978, p. 196), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.918">23 March 1931</ref> (Briefe an Freunde
              1978, p. 212), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.919">13 June 1931</ref>
              (Briefe an Freunde 1978, pp. 214-216), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.921">18 June 1931</ref> (Zweig Briefe III
              2000, pp. 293-294), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.927">18 January
                1933</ref> (Briefe an Freunde 1978, pp. 224-225), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.928">15 April 1933</ref> (Briefe an Freunde
              1978, pp. 226-228), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1646">23 November
                1940</ref> (Briefe an Freunde 1978, pp. 321-322), <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1648">1 August 1941</ref> (Briefe an Freunde
              1978, p. 326).</bibl>
          </note> have been published to date: their deep shared belief in the ultimate supremacy of
          the spiritual over the worldly and in the power of ideas and ideals, however much their
          disciples may be in the minority.</p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title>Meeting in Switzerland (1917)</title>
        </head>

        <p>Frans Masereel is Belgian, raised in Ghent, Flanders, in a well-to-do family belonging to
          the French-speaking bourgeoisie. He is the son of the musically gifted <name ref="#SZDPER.2273">Louise Lava</name>, widow Masereel, and stepson of the gynaecologist
          and progressive <name ref="#SZDPER.2272">Louis Lava</name>. When the German army invades
          the country in 1914 and the march through neutral territory to France, as envisaged in the
          so-called &apos;Schlieffen Plan&apos;, escalates into a brutal invasion and occupation, Masereel,
          then 25 years old, has already been living away from his native country for four years,
          having attempted to establish himself as an independent artist in Paris since 1911. As he
          is particularly interested in the possibilities of satirical press drawings and is also
          enthusiastic about modern literature, especially the Flemish naturalists and symbolists,
          he and Zweig could well have met in the French capital even before the war. All the more
          so since one of Masereel&apos;s first acquaintances in Paris is the French translator <name ref="#SZDPER.535">Henri Guilbeaux</name>, who has already introduced Masereel to Zweig&apos;s
          friends <name ref="#SZDPER.1462">Émile Verhaeren</name> and <name ref="#SZDPER.82">Léon
            Bazalgette</name> in 1913, the same year in which he meets Zweig several times during
          his stay in Paris in the spring. When Zweig finally comes to Switzerland in November 1917,
          in the fourth year of the Great War, on leave from his military service, where the French
          Nobel Prize winner for literature <name ref="#SZDPER.1192">Romain Rolland</name>, whom he
          admires, has given the impetus three years earlier to form an entire French-speaking
          colony of pacifist writers, the illustrator Masereel is already an integral part of this
          group.</p>

        <p>Masereel initially lives in Geneva in somewhat precarious circumstances, supporting
          himself with various side jobs in addition to his <ref target="http://masereel.org/work/zeitungen-und-zeitschriften/">work as an
            illustrator</ref> for Guilbeaux&apos;s pacifist magazine <ref target="http://masereel.org/gegenkrieg/1916-1917-demain/">
            <hi style="italic">demain</hi>
          </ref>, the illustrated supplement <ref target="http://masereel.org/gegenkrieg/1917-1920-la-feuille-2/">
            <hi style="italic">La
              Feuille</hi>
          </ref> to the Geneva newspaper <hi style="italic">La Nation</hi> and the
          magazine <ref target="http://masereel.org/gegenkrieg/1916-1919-les-tablettes/">
            <hi style="italic">Les Tablettes</hi>

          </ref>, which he founded together with the French
          conscientious objector Jean Salives. He lives with his wife, the Frenchwoman <name ref="#SZDPER.2270">Pauline Imhoff</name>, and her 15-year-old daughter from her first
          marriage, <name ref="#SZDPER.2271">Paule Thomas</name>, in a small sublet attic. These
          circumstances may explain why no letters from Zweig to Masereel have survived from the
          first year of their acquaintance. However, <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.korrespondenzen/sdef:TEI/get?locale=de#SZDKOR.276">Masereel&apos;s replies</ref>, which have been preserved in Zweig&apos;s estate in a total of 147
          letters, as well as <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.lebensdokumente/sdef:TEI/get?locale=de#SZDLEB.11">Zweig&apos;s diary entries from the days of their first encounters</ref>, document their
          circumstances well:</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.2"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>On 29 November 1917: &apos;Masereel: a heavy, bearded, gentle man with a serious,
              beautiful gaze through his glasses. [...] I like him at first sight.&apos; (Zweig
              Tagebücher 1984, 281-282)</caption>
          </figDesc>
        </figure>
        <figure>
          <graphic url="IMG.3"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>On 30 November 1917: &apos;A genuine afternoon of camaraderie with Masereel [...].
              How fair these people are. How great! How brotherly.&apos; (Zweig Tagebücher 1984,
              283)</caption>
          </figDesc>
        </figure>
        <figure>
          <graphic url="IMG.4"></graphic>
          <figDesc>

            <caption>And on 2 December 1917: &apos;Masereel, whom I like very much, actually better and
              better by the hour.&apos; (Zweig Tagebücher 1984, 283) <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.70">View digital facsimile</ref>
            </caption>
          </figDesc>
        </figure>

        <p>On 2 December, Zweig devotes a remarkably long diary entry to his first visit to
          Masereel. Having already developed a strong personal affinity with him, he now gets to
          know him for the first time as the artist and observer he will always admire: &apos;The series
          &quot;Les Villes&quot;,&apos; he writes, &apos;one hundred and fifty black-and-white drawings, is among the
          most magnificent things I have ever seen. The whole city, but really the whole city with
          its tremendous dynamism, its speed, its mean gestures in a thousand forms.&apos; The very next
          day, he identifies Masereel to his publisher Anton Kippenberg in Leipzig as a potential
          book illustrator, which in the following months leads to negotiations for two specific
          commissions and later also to a personal correspondence between Kippenberg and Masereel. A
          week later, during Masereel&apos;s return visit to Zurich, Zweig introduces him to local
          gallery owners and publishers: two brochures published by Zweig in 1918 at the local Max
          Rascher Verlag – his <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.bibliothek/sdef:TEI/get?locale=de#SZDBIB.533">translation of an essay by Rolland</ref> and his own <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke/sdef:TEI/get?locale=de#SZDMSK.221">feuilleton about the International Red Cross headquarters in Geneva</ref> – both
          feature ink drawings by Masereel. And in September 1918, he enters into negotiations with
          art historian <name ref="#SZDPER.2309">Arthur Rössler</name> in Vienna regarding the
          publication of the novella <hi style="italic">
            <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke/sdef:TEI/get?locale=de#SZDMSK.323">Der
              Zwang</ref>

          </hi> (&apos;The Compulsion&apos;), illustrated by Masereel, in Rössler&apos;s newly
          founded Avalun Verlag. The book is finally published in 1920 as a <ref target="http://masereel.org/illustbcher/1920-zweig-der-zwang/">collector&apos;s edition by
            Insel Verlag</ref>.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.5"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>Das Herz Europas / Den hingeschlachteten Völkern, Zürich: Max Rascher Verlag,
              1918</caption>
          </figDesc>
        </figure>

        <p>Zweig and Masereel, who is visiting Zweig in Rüschlikon near Zurich at the time, witness
          the end of the First World War together, as well as the dramatic events in Switzerland,
          where the Federal Council, fearing a Bolshevik revolution, mobilises the army against the
          striking population. Zweig reads the international news with fear, particularly with
          regard to the collapse of Austria-Hungary and the political upheaval on all sides: &apos;A
          consolation in these days Masereel, the clear, pure, kind man,&apos; he writes in his <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.70">diary</ref> on 4 November 1918, one day after
          the Villa Giusti armistice between Italy and Austria: &apos;I know that there are very few
          people I love as much as him.&apos; Similar feelings are expressed in his oldest surviving
          postcard to Masereel, dated 26 November 1918, ten days after the latter&apos;s return to
          Geneva: <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.887">&apos;My dear friend,&apos;</ref> it says,
            <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.887">&apos;the house seems deserted without
            you&apos;</ref>, and how infinitely difficult and uncertain his return to Austria now seems
          to him, and how crazy, how confusing the times are in which &apos;revolutionaries become
          ministers and ministers become revolutionaries&apos;.</p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title>&apos;Novels without words&apos;</title>
        </head>
        <p>Another story about a revolution is <hi style="italic">
            <ref target="https://theanarchistlibrary.org/library/frans-masereel-25-images-of-a-man-s-passion">25 Images de la Passion d&apos;un Homme</ref>

          </hi>, the first of Masereel&apos;s woodcut
          series, which forms an independent narrative without any accompanying text. Zweig becomes
          aware of the booklet during a visit to Geneva in early October and is immediately
          enthusiastic. His review of the story, self-published by Masereel in a limited edition of
          only fifty copies, is published on 4 December 1918 in the National-Zeitung in Basel and is
          not only the first of Zweig&apos;s five essays on Masereel (cf. the incomplete list on the
          corresponding <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.aufsatzablage/sdef:TEI/get?locale=de#SZDESS.408">index sheet in the contemporary essay archive</ref>). Under the title <hi style="italic">
            <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.aufsatzablage/sdef:TEI/get?locale=de#SZDESS.409">Ein Roman ohne Worte</ref>
          </hi> (&apos;A Novel without Words&apos;), Zweig also anticipates, in
          a sense, the later genre designation &apos;graphic novel&apos;: &apos;But this novel is not written at
          all. Words are not its medium. The twenty-five episodes of an anonymous human life are
          carved in wood by the young Belgian Frans Masereel, whom we have long loved as one of the
          most powerful artists of our era for many of his works, and who has given his best
          here.&apos;</p>

        <p>Encouraged both by Zweig, in whose essay he feels completely recognised in his artistic
          approach for the first time, and by Romain Rolland, their mutual friend and idol, Masereel
          goes even further in his next book: <hi style="italic">
            <ref target="http://masereel.org/bilderfolgen/1919-mon-livre-dheures/">Mon Livre
              d&apos;Heures</ref>

          </hi> (&apos;My Book of Hours&apos;) is an autobiographically-influenced story in
          169 small-format woodcuts, which alternates between anecdotal episodes in almost cinematic
          real time and panoramic mood images, thus coming even closer to the sensation of a
          &apos;reading experience&apos;. Once again, Masereel is only able to print just under 200 copies
          himself – but these find their way not only to Stefan Zweig in Salzburg, where he has just
          moved into his new home and reacts to the book with exuberant admiration. But also <name ref="#SZDPER.1170">Rainer Maria Rilke</name>, whose own <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.aufsatzablage/sdef:TEI/get?locale=de#SZDESS.469">book of hours</ref> was published by Insel Verlag in 1905, makes insistent overtures to
          Anton Kippenberg about the potential of a German edition. However, <name ref="#SZDPER.2310">Hans Mardersteig</name>, who works for Kurt Wolff, is quicker off the
          mark. Shortly after the small private edition is published, he secures the rights to a
          German commercial edition for the publisher, paving the way for all four picture novels
          Masereel publishes in Geneva in 1919 and 1920 to appear exclusively with Kurt Wolff Verlag
          in Munich between 1920 and 1924. Zweig&apos;s own repeated attempts to establish a long-term
          agreement between Masereel and Insel Verlag (cf. his letters from <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.891">[early November 1919]</ref> and <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.892">[late November 1919]</ref>) ultimately fail
          because Kippenberg is unable to create a relationship of trust in his personal
          correspondence with the artist that could come close to the one between Masereel and
          Mardersteig or Masereel and Wolff.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.6"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>
              <hi style="italic">Un fait divers</hi>, Geneva: self-published, 1920</caption>
          </figDesc>
        </figure>

        <p>Zweig&apos;s letters from these years already show what will remain true throughout his life:
          that he finds the artist Masereel, who will turn increasingly to painting after moving to
          Paris in 1922, at his strongest here, in woodcutting, and in innovative, autonomous
          storytelling in pictures. <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.900">&apos;It is the most
            beautiful thing you have ever produced, a striking poem, full of strength, incomparable
            in all modern art&apos;</ref>, he writes to him about <hi style="italic">L&apos;Idée</hi> in
          December 1920. <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.899">&apos;You have reached a point
            of mastery where I hardly know how you can possibly rise any higher&apos;</ref>, in November
          1920 he had already commented in the following way about <hi style="italic">
            <ref target="http://masereel.org/bilderfolgen/1920-geschichte-ohne-worte/">Histoire sans
              paroles</ref>

          </hi>, a series about a man&apos;s persistent, unsuccessful courtship of a
          woman and his sudden loss of interest in her when she turns to him. On the other hand, his
          wife <name ref="#SZDPER.1556">Friderike Zweig</name> did not appreciate the work very
          much. Even <hi style="italic">Un fait divers</hi>, a small series of eight woodcuts never
          reprinted in Germany about the seduction of a woman and her suicide, met with Zweig&apos;s
          great admiration in July 1920 (<ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.896">&apos;somehow
            Flemish in its boldness, in its demonic freedom&apos;</ref>). The themes of abuse, abortion
          and the ostracisation of women, which were already central to <hi style="italic">Un fait
            divers</hi>, are taken up by Masereel in <ref target="http://masereel.org/bilderfolgen/1921-grotesk-film/">Groteskfilm</ref>, a series
          of ink drawings, which he publishes in the same year with the young publisher <name ref="#SZDPER.2274">Israel Ber Neumann</name> while staying in Berlin with <name ref="#SZDPER.1357">Carl</name> and <name ref="#SZDPER.2275">Thea Sternheim</name>.
          However, Zweig will never integrate this work, like Masereel&apos;s other works clearly
          influenced by German New Objectivity and his new friend <ref target="https://kmska.be/nl/meesterwerk/acrobatum">George Grosz</ref>, into his
          idealised image of the artist Masereel as a bard of modernism in the tradition of <name ref="#SZDPER.1511">Walt Whitman</name> and <name ref="#SZDPER.1462">Émile
            Verhaeren</name>.</p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title>Paris years</title>
        </head>
        <p>With Masereel&apos;s move to Paris in the spring of 1922 – shortly after <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.903">his first and only visit to Zweig in
            Salzburg</ref> – a new phase of their friendship begins that involves more regular
          meetings. The year 1924 appears to be particularly important in this regard, as Zweig
          travels to Paris three times for extended stays and establishes an important working
          relationship with the translator <name ref="#SZDPER.585">Alzir Hella</name>. Between 1927
          and 1929, Hella will translate seven of his books and place them with the largest French
          publishing houses; thereafter, until 1939, each of Zweig&apos;s new publications appears
          simultaneously with the German first edition in Hella&apos;s French translation. The oil
          portrait Masereel paints of Zweig in Paris in January 1924 – <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.906">&apos;Dear Frans, thank you from the bottom of my
            heart, I feel recognised&apos;</ref> – thus shows the writer at a crucial point shortly
          before the unprecedented, groundbreaking internationalisation of his literary success.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.7"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>Portrait of Zweig (oil on canvas, 1924) and <hi style="italic">Montmartre.
                Hôtel et Escaliers</hi> (watercolour, 1926) with a dedication to Zweig</caption>
          </figDesc>
        </figure>
        <p>The same enthusiasm for the metropolis of Paris in the midst of modernisation (Zweig
          raves to <name ref="#SZDPER.1556">his wife Friderike</name> in January 1924 about the
          radiantly beautiful, &apos;worldly&apos; French capital) can also be found in the <ref target="http://masereel.org/work/aquarelle/">city watercolours</ref> that Masereel
          creates during these years. However, several letters from the same period reveal that both
          men also share a great ambivalence towards the city. Here, Zweig confesses to Masereel
          that he is glad to have left the &apos;pleasure machine that is Paris&apos; this time and to be
          recently discovering a new need within himself: <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.907">&apos;de devenir eremite, de m&apos;enfoncer dans la
            foret du travail&apos;</ref> (&apos;to become a hermit, to immerse myself in the forest of work&apos;).
          Masereel, Zweig writes in December 1924, is one of the very few who can understand his
          desire for seclusion and anonymity. In the course of the following years, Zweig will often
          invite Masereel to join him on his increasingly frequent solitary working trips, to which
          he becomes accustomed in the years to come as a form of retreat – to Boulogne, to <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.908">Marseille</ref>, Dijon and Folkestone,
          England.</p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title>&apos;Let us remain what we are&apos;</title>
        </head>
        <p>
          <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.933">&apos;Restons ce que nous sommes et devenons
            encore plus forts et plus sincères&apos;</ref> (&apos;Let us remain what we are and become even
          stronger and more sincere&apos;), Zweig had written to Masereel before leaving Switzerland in
          the spring of 1919 after a stay of a year and a half, adding the hope that among all the
          sad memories of the terrible times there, the memory of the beginning of their friendship
          would always remain clear and pure. Indeed, the shared key experience of an international
          circle of friends based on culture and literature, who together oppose the war between
          nations, will sustain Masereel and Zweig&apos;s friendship for almost 25 years, while the
          original &apos;Geneva Circle&apos; of 1917 virtually disbands: The combative <name ref="#SZDPER.535">Henri Guilbeaux</name>, deported from Switzerland, went to Moscow just in time for the
          founding of the Communist International and, 15 years later, back in France, will make a
          name for himself primarily through public polemics against most of his old friends. <name ref="#SZDPER.688">Pierre Jean Jouve</name>, whose book <hi style="italic">Romain Rolland
            vivant: 1914-1919</hi>, alongside Zweig&apos;s <hi style="italic">
            <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.bibliothek/sdef:TEI/get?locale=de#SZDBIB.899">Romain Rolland. Der Mann und das Werk</ref>

          </hi>, contributed above all to the          
stylisation of Rolland as the epitome of intellectual independence, falls out with Rolland
          first, then with Masereel, over his divorce from his wife, the women&apos;s rights activist
            <name ref="#SZDPER.1920">Andrée Charpentier-Jouve</name>, and his relationship with the
          psychoanalyst <name ref="#SZDPER.1916">Blanche Reverchon</name>.</p>
        <p>In 1929, under the influence of his new Russian partner <name ref="#SZDPER.2311">Maria
            Kudaschewa</name> (later Marie Romain Rolland), Romain Rolland himself turns away from
          his former ideal and begins publicly to idealise Stalin&apos;s Soviet communism as a peaceful
          and liberal counterpoint to the fascist movements of Western Europe. This will lead many
          of the old &apos;Rollandists&apos;, such as <name ref="#SZDPER.911">Marcel Martinet</name>, to
          dissociate themselves from him. <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.919">&apos;We are
            almost the last ones who belong completely and unbreakably to his inner circle,&apos;</ref>
          Zweig writes to Masereel in June 1931. However, he himself ignores the differences already
          emerging between him, Rolland and Masereel which will manifest themselves in the course of
          the 1930s. (The grand celebration <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1636">that
            Zweig plans in 1935 in honour of Romain Rolland&apos;s 70th birthday</ref>, for example, will
          be ultimately hijacked by the Comintern-affiliated &apos;Association des artistes et écrivains
          révolutionnaires&apos; and the French Communist Party.) Against this backdrop, it is
          particularly interesting to note that in 1931, he still seriously pursues plans for
          several months to undertake a longer stay in the Soviet Union together with Masereel to
          collaborate on an illustrated travelogue there (cf. his letters to Masereel dated <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.919">13 June 1931</ref>, <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.922">1 August 1931</ref> and <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.924">22 August 1931</ref>).</p>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title>Censorship during National Socialism</title>
        </head>
        <p>In the spring of 1931, Zweig, together with Romain Rolland and <name ref="#SZDPER.894">Heinrich Mann</name>, serves on <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.918">a jury
            for a competition to determine the best prose text based on one of Masereel&apos;s woodcut
            novels</ref>: an initiative by Masereel&apos;s new publisher <name ref="#SZDPER.2276">Wilhelm
            Regendanz</name> (Transmare Verlag) after the dissolution of Kurt Wolff Verlag, finally
          won by the young writer <name ref="#SZDPER.1743">Walter Bauer</name>, who is promoted by
          Zweig. In January 1932, <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.926">at Zweig&apos;s
            request</ref>, Masereel illustrates an interview that the journalist Frédéric Lefèvre
          conducts with Zweig on &apos;The Role of Intellectuals in the Current Crisis&apos; in the Parisian
          magazine <hi style="italic">Les Nouvelles littéraires</hi> with a portrait ink drawing. As
          Masereel sells fewer and fewer paintings due to the economic crisis, it weighs heavily on
          him that Transmare Verlag is quickly proving to be a rather unreliable partner for the
          German market. At Masereel&apos;s request, Zweig tries to persuade his own publisher Anton
          Kippenberg to acquire the rights to Masereel&apos;s entire graphic works from Transmare.
          Kippenberg, given his own publishing house&apos;s economic struggle, refuses outright to take
          such a thoroughgoing step. It is possible that Zweig thinks Kippenberg may ultimately
          change his mind when writing to Masereel in January 1933, as he edits the relevant passage
          in the dictated letter by hand: <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.927">&apos;I have
            spoken to Kippenberg, and he is very keen (and therefore wants to come to an agreement
            with Transmare Verlag) to introduce some of your earlier works, such as &quot;Idee&quot;, in the
            Inselbücherei at 80 pfennigs, as well as your new books.&apos;</ref> At least, in April 1933,
          Insel Verlag still publishes a new edition of <hi style="italic">Geschichte ohne
            Worte</hi> (&apos;Story without Words&apos;), even though, at the same time, Masereel&apos;s works are
          already being shown – and denounced – in the National Socialist propaganda exhibition <hi style="italic">Kulturbolschewistische Bilder</hi> (&apos;Cultural Bolshevik Pictures&apos;).
          Interestingly, due to the resounding success of the <hi style="italic">Geschichte</hi>, a
          second edition of 5,000 copies is published in 1935. Only one year later, in 1936, the
          works of both Zweig and Masereel are finally banned in Germany.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.8"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>
              <hi style="italic">Les Nouvelles littéraires</hi>, 9 January 1932, interview
              with Stefan Zweig, illustrated by Frans Masereel</caption>
          </figDesc>
        </figure>
        <p>In October 1933, <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.932">Zweig portrays to
            Masereel his own break with Insel Verlag – in reality a complicated and protracted
            process – as somewhat more drastic than it actually is</ref>. While Zweig finds it
          difficult to join opposition circles of émigrés, Masereel begins working with German
          political émigrés in Paris very early on and is, among other things, also involved in
          initiatives of the Communist Party of Germany (KPD) in exile. The fact that this won&apos;t
          lead to any deep alienation during these years, or at least no such alienation becomes
          apparent, can probably be explained in part by the fact that Masereel hopes to gain a
          foothold in the English art market through Zweig, who is now living in London – and thus
          closer to Paris than ever. By agreeing to write <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.412">a foreword</ref> to the <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.bibliothek/sdef:TEI/get?locale=de#SZDBIB.72">catalogue for Masereel&apos;s first solo exhibition in England</ref> (<ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1640">&apos;Of course I will be delighted to write the
            short introduction&apos;</ref>), he paves the way for this. At the same time, together with
          Masereel&apos;s patron <name ref="#SZDPER.2277">Georg Reinhart</name> in Winterthur and
          Masereel&apos;s publisher <name ref="#SZDPER.2276">Wilhelm Regendanz</name>, who has fled to
          London after the &apos;Röhm Putsch&apos;, he attempts to establish a micro-publishing house in the
          English capital for the reissue of Masereel&apos;s woodcut series from the 1920s – a plan that
          ultimately comes to nothing.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.9"></graphic>
          <figDesc>
            <caption>Catalogue for Masereel&apos;s first solo exhibition in England, Leicester Galleries,
              London, 1936</caption>
          </figDesc>
        </figure>
      </div>
      <div type="col-1" xml:lang="en">
        <head>
          <title>&apos;We do not have the right to remain silent&apos;</title>
        </head>

        <p>An appeal that Masereel publishes shortly before the outbreak of war in a German émigré
          magazine is entitled <hi style="italic">An meine Freunde, die Künstler!</hi> (&apos;To My
          Friends, the Artists!&apos;) and contains the decisive postulate &apos;We do not have the right to
          remain silent or indifferent to what is happening around us&apos;. The title of a speech that
          Zweig reads for Radio Paris during his last stay in Paris, shortly before his last meeting
          in person with Masereel, reads remarkably similary: <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.210">
            <hi style="italic">Pour ceux qui ne peuvent
              pas parler</hi>
          </ref>: &apos;For those who cannot speak.&apos; <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1645">Along with the short letter informing
            Masereel of the exact time of the radio broadcast</ref>, he also sends him two tickets
          for him and his wife Pauline for the lecture <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.werke/sdef:TEI/get?locale=de#SZDMSK.276">
            <hi style="italic">La Vienne d&apos;hier</hi>

          </ref> (&apos;The Vienna of Yesterday&apos;) which he gives
          on the evening of 26 April 1940 at the Théâtre Marigny in front of an audience of 1,600.
          Just fourteen days later, the German Wehrmacht launches its blitzkrieg against Belgium,
          the Netherlands, Luxembourg and France, and while Zweig and <name ref="#SZDPER.1555">his
            second wife Lotte</name>, newly married, board a ship to New York in England in June
          1940, Frans and Pauline Masereel flee Paris on foot as part of a mass column of refugees
          and retreating soldiers, 450 kilometres to the south of France, to the free zone. After a
          detour – <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1646">&apos;un détour via New York&apos;</ref>,
          as he writes – Stefan Zweig learns of the Masereels&apos; whereabouts in Avignon in November
          1940, five months later, and offers his help in leaving Europe.</p>
        <figure>
          <graphic url="IMG.10"></graphic>
          <figDesc>

            <caption>Masereel and Zweig around 1940, portrayed by Zweig&apos;s stepdaughter, the
              photographer <name ref="#SZDPER.1562">Suse von Winternitz</name>
            </caption>
          </figDesc>
        </figure>
        <p>Through their mutual friend <name ref="#SZDPER.1574">Hermann Kesten</name>, who has
          himself emigrated and is now working in the United States to help persecuted intellectuals
          leave Europe, Stefan Zweig keeps abreast of <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1647">the difficulties arising from Masereel&apos;s
            application for an emergency rescue visa</ref>. However, with the help of his links with
          the writer and Colombian ambassador to Argentina <name ref="#SZDPER.2279">Germán
            Arciniegas</name> and the contacts of <name ref="#SZDPER.2280">Walter Engel</name>, a
          Masereel collector who has emigrated to Argentina, with the Belgian diplomat <name ref="#SZDPER.2313">René Louis van Meerbeke</name> , he succeeds in obtaining a visa for
          Masereel to Colombia. Since Zweig&apos;s letters to Masereel – and Masereel&apos;s letters to Zweig
          – presumably arrive several months late, and since no <ref target="https://stefanzweig.digital/o:szd.korrespondenzen/sdef:TEI/get?locale=de#SZDKOR.276">replies from Masereel</ref> have been preserved after Zweig&apos;s departure from England to
          America, it is not clear whether Zweig has heard from his friend again when taking his own
          life in February 1942. <ref target="https://gams.uni-graz.at/o:szd.1649">His last letter
            to Masereel</ref> is dated 15 August 1941. Frans and Pauline Masereel did not make use
          of the visa for Latin America.</p>
        <p>
          <hi style="italic">The dissertation</hi> Stefan Zweig and Frans Masereel: History of
          Their Friendship in Letters and Documents 1917–1942 <hi style="italic">was submitted to
            the Albert Ludwig University of Freiburg im Breisgau in December 2025 as a doctoral
            thesis and is scheduled to be published in 2026 in the</hi> Klassische Moderne <hi style="italic">series by Nomos Verlag, Baden-Baden.</hi>
        </p>
      </div>
    </body>
    <back>
      <div type="bibliography" xml:lang="de">
        <head>Literatur (Auswahl)</head>
        <div type="subsection">
          <head>Von Julia Rebecca Glunk:</head>
          <listBibl>
            <bibl>Mit Joris van Parys: Eiland in de storm. Frans Masereel, Stefan Zweig en
              Zwitserland in de oorlogsjaren 1917-1918. in: Gent/Amsab-ISG: Brood &amp; Rozen,
              2025(3). S. 34-51.</bibl>
            <bibl>„Jedenfalls lassen Sie sich diesen wundervollen Menschen nicht entgehen&quot;. Stefan
              Zweig, Frans Masereel und Anton Kippenberg. in: Stefan Zweig. Biographie, Politik,
              Medien. Hrsg. von Clemens Woldan, Würzburg: Königshausen &amp; Neumann, 2024.
              (Schriftenreihe des Stefan Zweig Zentrum, Bd. 21) S. 85–109.</bibl>
            <bibl>Nous, les Rollandistes. Stefan Zweig, Frans Masereel et l&apos;héritage genevois. In:
              Études Romain Rolland, Cahiers de Brèves, Bd. 50, Brèves: Association Romain Rolland,
              Januar 2023. S. 23–32.</bibl>

            <bibl>„Wir Rollandisten&quot; – Stefan Zweig, Frans Masereel und das Genfer Erbe. In: Marina
              Ortrud Hertrampf (Hrsg.): Frieden! Pazifistische Gedanken im Umfeld von Romain
              Rolland, München: AVM Verlag, 2022. (Romain Rolland Studien, Bd. 1) S. 39–56. <ref target="https://www.avm-verlag.de/?listview&amp;reihe=RH-RRS">https://www.avm-verlag.de/?listview&amp;reihe=RH-RRS</ref>
            </bibl>
            <bibl>„Es wird noch heftige Gewitter geben.&quot; Frans Masereel und die Friedensbewegung
              nach 1918. In: Idée de paix – Idee des Friedens – Idea of Peace. Frans Masereel.
              (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung von 24. Februar 2022 bis 14. August 2022),
              Musée National de la Résistance et des Droits Humains: Esch-sur-Alzette, 2022. S.
              218–243.</bibl>
          </listBibl>
        </div>
        <div type="subsection">
          <head>Primäre Quellen:</head>
          <listBibl>
            <bibl>Pierre Vorms: Gespräche mit Frans Masereel, Dresden: Verlag der Kunst,
              1967.</bibl>
            <bibl>Friderike Maria Zweig: Spiegelungen des Lebens, Wien/Stuttgart/Zürich: Hans
              Deutsch, 1964.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: Briefe. 1914–1919 (Bd. 2), 1920–1931 (Bd. 3), 1932–1942 (Bd. 4).
              Hrsg. von Knut Beck, Jeffrey B. Berlin und Natascha Weschenbach-Feggeler, Frankfurt a.
              M.: S. Fischer, 1998–2005.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: Briefe an Freunde. Hrsg. von Richard Friedenthal, Frankfurt a. M.:
              S. Fischer, 1978.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: Die Welt von gestern. Hrsg. und kommentiert von Oliver Matuschek,
              Frankfurt a.M.: S. Fischer, 2017.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: Frans Masereel. Der Mann und Bildner (1923). In: Das Geheimnis des
              künstlerischen Schaffens. Hrsg. von Knut Beck, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1984. S.
              217–228.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: „Ich wünschte, dass ich Ihnen ein wenig fehlte&quot;. Briefe an Lotte
              Zweig 1934–1940. Hrsg. von Oliver Matuschek, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 2013.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: Tagebücher, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1984. (Gesammelte Werke in
              Einzelbänden)</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig/Anton Kippenberg: Briefwechsel 1905–1937. Ausgewählt von Oliver
              Matuschek und Klemens Renoldner. Hrsg. und kommentiert von Oliver Matuschek unter
              Mitwirkung von Klemens Renoldner, Berlin: Insel Verlag, 2022.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig/Romain Rolland: Correspondance 1910–1919 (Bd. 1), 1920–1927 (Bd. 2),
              1928–1940 (Bd. 3). Édition établie, présentée et annotée par Jean-Yves Brancy, Bd. 1,
              Paris: Albin Michel, 2014–2016.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig/Romain Rolland: Briefwechsel 1910–1923 (Bd. 1), 1924–1940 (Bd. 2).
              Hrsg. von Waltraud Schwarze, Bd. 1, Berlin: Rütten &amp; Loening, 1987.</bibl>
          </listBibl>
        </div>
        <div type="subsection">
          <head>Sekundärliteratur:</head>
          <listBibl>
            <bibl>David A. Beronä: Wordless Books. The Original Graphic Novels, New York: Abrams
              Books, 2008.</bibl>
            <bibl>Susanne Buchinger: Stefan Zweig – Schriftsteller und literarischer Agent. Die
              Beziehungen zu seinen deutschsprachigen Verlegern (1901–1942), Frankfurt a. M.: S.
              Fischer, 1998. (Archiv für Geschichte des Buchwesens, Studien I)</bibl>
            <bibl>Samuel Dégardin/Tatiana Trankvillitskaia: Frans Masereel. Voyage au pays des
              Soviets, Gent: Snoeck, 2022.</bibl>
            <bibl>Gertrud Fiege (Hrsg.): „Von Schwarz zu Weiß&quot;. Frans Masereel im literarischen
              Deutschland, Deutsches Literaturarchiv Marbach: Marbacher Magazin Nr. 31, 1984.</bibl>
            <bibl>Oliver Matuschek: Stefan Zweig. Drei Leben. Eine Biographie, Frankfurt a. M.: S.
              Fischer, 2006.</bibl>
            <bibl>Serge Niémetz: Stefan Zweig. Le Voyageur et ses mondes. Biographie, Paris:
              Belfond, 1996.</bibl>
            <bibl>Joris van Parys: Masereel. Eine Biographie. Aus dem Niederländischen von Siegfried
              Theissen, Zürich: Edition 8, 1999.</bibl>

            <bibl>Joris van Parys: The &apos;Silent Novels&apos; of Frans Masereel: Godfather of the American
              Graphic Novel. Übersetzt von Astrid Vandendaele. in: The Low Countries, Rekkem/Den
              Haag, 2019. <ref target="https://www.the-low-countries.com/article/the-silent-novels-of-frans-masereel-godfather-of-the-american-graphic-novel">https://www.the-low-countries.com/article/the-silent-novels-of-frans-masereel-godfather-of-the-american-graphic-novel</ref>
            </bibl>
            <bibl>Donald A. Prater: Stefan Zweig. Das Leben eines Ungeduldigen. Aus dem Englischen
              von Annelie Hohenemser, München/Wien: Carl Hanser, 1981.</bibl>
            <bibl>Paul Ritter: Frans Masereel. Eine annotierte Bibliographie, München/London/New
              York/Paris: K. G. Saur, 1992.</bibl>
            <bibl>Pierre Vorms: Masereel. Catalogue raisonné, Antwerpen: Mercatorfonds, 1976.</bibl>
          </listBibl>
        </div>
      </div>
      <div type="bibliography" xml:lang="en">
        <head>Selective bibliography</head>
        <div type="subsection">
          <head>Also by Julia Rebecca Glunk:</head>
          <listBibl>
            <bibl>With Joris van Parys: Eiland in de storm. Frans Masereel, Stefan Zweig en
              Zwitserland in de oorlogsjaren 1917-1918. in: Gent/Amsab-ISG: Brood &amp; Rozen,
              2025(3). pp. 34-51.</bibl>
            <bibl>„Jedenfalls lassen Sie sich diesen wundervollen Menschen nicht entgehen&quot;. Stefan
              Zweig, Frans Masereel und Anton Kippenberg. in: Stefan Zweig. Biographie, Politik,
              Medien. Ed. by Clemens Woldan, Würzburg: Königshausen &amp; Neumann, 2024.
              (Schriftenreihe des Stefan Zweig Zentrum, vol. 21) pp. 85–109.</bibl>
            <bibl>Nous, les Rollandistes. Stefan Zweig, Frans Masereel et l&apos;héritage genevois. In:
              Études Romain Rolland, Cahiers de Brèves, vol. 50, Brèves: Association Romain Rolland,
              January 2023. pp. 23–32.</bibl>

            <bibl>„Wir Rollandisten&quot; – Stefan Zweig, Frans Masereel und das Genfer Erbe. In: Marina
              Ortrud Hertrampf (ed.): Frieden! Pazifistische Gedanken im Umfeld von Romain Rolland,
              Munich: AVM Verlag, 2022. (Romain Rolland Studien, vol. 1) pp. 39–56. <ref target="https://www.avm-verlag.de/?listview&amp;reihe=RH-RRS">https://www.avm-verlag.de/?listview&amp;reihe=RH-RRS</ref>
            </bibl>
            <bibl>„Es wird noch heftige Gewitter geben.&quot; Frans Masereel und die Friedensbewegung
              nach 1918. In: Idée de paix – Idee des Friedens – Idea of Peace. Frans Masereel.
              (Catalogue for the exhibition of the same name from 24 February 2022 to 14 August
              2022), Musée National de la Résistance et des Droits Humains: Esch-sur-Alzette, 2022.
              pp. 218–243.</bibl>
          </listBibl>
        </div>
        <div type="subsection">
          <head>Primary sources:</head>
          <listBibl>
            <bibl>Pierre Vorms: Gespräche mit Frans Masereel, Dresden: Verlag der Kunst,
              1967.</bibl>
            <bibl>Friderike Maria Zweig: Spiegelungen des Lebens, Vienna/Stuttgart/Zurich: Hans
              Deutsch, 1964.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: Briefe. 1914–1919 (vol. 2), 1920–1931 (vol. 3), 1932–1942 (vol. 4).
              Ed. by Knut Beck, Jeffrey B. Berlin and Natascha Weschenbach-Feggeler, Frankfurt a.
              M.: S. Fischer, 1998–2005.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: Briefe an Freunde. Ed. by Richard Friedenthal, Frankfurt a. M.: S.
              Fischer, 1978.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: Die Welt von gestern. Ed. and annotated by Oliver Matuschek,
              Frankfurt a. M.: S. Fischer, 2017.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: Frans Masereel. Der Mann und Bildner (1923). In: Das Geheimnis des
              künstlerischen Schaffens. Ed. by Knut Beck, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1984. pp.
              217–228.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: „Ich wünschte, dass ich Ihnen ein wenig fehlte&quot;. Briefe an Lotte
              Zweig 1934–1940. Ed. by Oliver Matuschek, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 2013.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig: Tagebücher, Frankfurt a. M.: S. Fischer, 1984. (Gesammelte Werke in
              Einzelbänden)</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig/Anton Kippenberg: Briefwechsel 1905–1937. Selected by Oliver
              Matuschek and Klemens Renoldner. Ed. and annotated by Oliver Matuschek with the
              collaboration of Klemens Renoldner, Berlin: Insel Verlag, 2022.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig/Romain Rolland: Correspondance 1910–1919 (vol. 1), 1920–1927 (vol.
              2), 1928–1940 (vol. 3). Édition établie, présentée et annotée par Jean-Yves Brancy,
              vol. 1, Paris: Albin Michel, 2014–2016.</bibl>
            <bibl>Stefan Zweig/Romain Rolland: Briefwechsel 1910–1923 (vol. 1), 1924–1940 (vol. 2).
              Ed. by Waltraud Schwarze, vol. 1, Berlin: Rütten &amp; Loening, 1987.</bibl>
          </listBibl>
        </div>
        <div type="subsection">
          <head>Secondary literature:</head>
          <listBibl>
            <bibl>David A. Beronä: Wordless Books. The Original Graphic Novels, New York: Abrams
              Books, 2008.</bibl>
            <bibl>Susanne Buchinger: Stefan Zweig – Schriftsteller und literarischer Agent. Die
              Beziehungen zu seinen deutschsprachigen Verlegern (1901–1942), Frankfurt a. M.: S.
              Fischer, 1998. (Archiv für Geschichte des Buchwesens, Studien I)</bibl>
            <bibl>Samuel Dégardin/Tatiana Trankvillitskaia: Frans Masereel. Voyage au pays des
              Soviets, Ghent: Snoeck, 2022.</bibl>
            <bibl>Gertrud Fiege (ed.): „Von Schwarz zu Weiß&quot;. Frans Masereel im literarischen
              Deutschland, Deutsches Literaturarchiv Marbach: Marbacher Magazin no. 31, 1984.</bibl>
            <bibl>Oliver Matuschek: Stefan Zweig. Drei Leben. Eine Biographie, Frankfurt a. M.: S.
              Fischer, 2006.</bibl>
            <bibl>Serge Niémetz: Stefan Zweig. Le Voyageur et ses mondes. Biographie, Paris:
              Belfond, 1996.</bibl>
            <bibl>Joris van Parys: Masereel. Eine Biographie. Translated from Dutch by Siegfried
              Theissen, Zurich: Edition 8, 1999.</bibl>

            <bibl>Joris van Parys: The &apos;Silent Novels&apos; of Frans Masereel: Godfather of the American
              Graphic Novel. Translated by Astrid Vandendaele. in: The Low Countries, Rekkem/The
              Hague, 2019. <ref target="https://www.the-low-countries.com/article/the-silent-novels-of-frans-masereel-godfather-of-the-american-graphic-novel">https://www.the-low-countries.com/article/the-silent-novels-of-frans-masereel-godfather-of-the-american-graphic-novel</ref>
            </bibl>
            <bibl>Donald A. Prater: Stefan Zweig. Das Leben eines Ungeduldigen. Translated from
              English by Annelie Hohenemser, Munich/Vienna: Carl Hanser, 1981.</bibl>
            <bibl>Paul Ritter: Frans Masereel. Eine annotierte Bibliographie, Munich/London/New
              York/Paris: K. G. Saur, 1992.</bibl>
            <bibl>Pierre Vorms: Masereel. Catalogue raisonné, Antwerp: Mercatorfonds, 1976.</bibl>
          </listBibl>
        </div>
      </div>
    </back>
  </text>
</TEI>
